Neuapostolische Kirche Wallerfangen gestaltet
    Weihnachtsfeier im Haus der Blinden

    Sie ist wieder da. Die Zeit der vielen Lichter, der besonderen Gerüche und der nahezu allgegenwärtigen Weihnachtsmusik. Vereine, Verbände, Unternehmen – alle feiern die Adventszeit und nicht selten ist diese eher mit Rastlosigkeit als Besinnlichkeit verbunden.

    „Ich wünsche Ihnen, Stille in sich selbst zu hören.“ Diesen Wunsch stellte Walburga Ruthard, Frauengruppenleiterin des Blinden- und Sehbehindertenvereins Saarland, in den Mittelpunkt der Weihnachtsfeier im Haus der Blinden in Saarbrücken. Wie still es werden kann, wenn das Gehör die Hauptwahrnehmung der Sinne ausmacht, beeindruckte dabei die zu diesem Nachmittag eingeladenen Musiker. Ein Mitglied beider Organisationen aus Wallerfangen hatte eine musikalische Gestaltung angeregt, und ein Ensemble aus Chor, Streichern und Querflöte trug mit viel Gefühl und Engagement Variationen zu Weihnachtsliedern verschiedener Kulturkreise vor.

    Die unentgeltliche Aufführung der drittgrößten christlichen Kirche in Deutschland bildete eine besinnliche Atmosphäre der Veranstaltung und animierte die Anwesenden selbst mitzusingen. Manche Lieder wurden auf besonderen Wunsch sogar mehrfach angestimmt. Walburga Ruthard bescheinigte den Akteuren ‚Nahe am Menschen’ zu sein. Auch der Vorsitzende des Blindenvereins, Herbert Reck, betonte in seiner Ansprache nicht nur einen Hörgenuss erlebt zu haben: „Auf diese Weise das schönste Geschenk Gottes, nämlich seinen Sohn, bewusst zu machen, ist ein Genuss für die Seele!“. Der Vorsteher der NAK Wallerfangen, Pascal Strobel, fasste die Veranstaltung mit der Weisheit, die Antoine de Saint-Exupéry in ‚Der kleine Prinz’ niederschrieb, zusammen:

    „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“