Alte Synagoge in neuem Licht

Das Gotteshaus der Neuapostolische Kirche in Wallerfangen kann gleichermaßen auf eine christliche und jüdische Geschichte zurückblicken. Der seit 1990 denkmalgeschützte kapellengroße Synagogenbau wurde ursprünglich von Christen für Juden als Synagoge errichtet und wird seit 1950 als christliche Kirche genutzt. Am 24. Februar 2008 feiert das letzte historische Synagogengebäude im Saarland sein 115jähriges Bestehen.

Der Wallerfanger Ehrenbürgermeister, René von Boch-Galhau, übergab am 24. Februar 1893 die Schlüssel der fertig gestellten Synagoge an die jüdische Gemeinde. 1935 bedingte die politische Situation das Nutzungsende des Gebäudes als Synagoge. Soweit bekannt, wurde es danach zum Lagerhaus der Gemeinde umfunktioniert. Durch Kontakte zur Synagogengemeinde Saar konnte die leer stehende Synagoge 1950 von der Neuapostolischen Kirche zunächst gepachtet und 1956 käuflich erworben werden. In den 1960er Jahren wurde das Gotteshaus um einen Anbau mit sanitären Anlagen erweitert. Zu Beginn des Jahres 2006 wurde der Innenraum zudem so umgestaltet, dass er auch als Aufführungsort für Kammerkonzerte dienen kann. Rund zwei jahre später wurde nun in Eigeninitiative eine Außenbeleuchtung installiert, die den Synagogenbau bei Abendveranstaltungen in neuem Licht erstrahlen lässt. Denn neben dem eigentlichen Zweck, nämlich dem Feiern von Gottesdiensten, wird das Gebäude heute auch zu anderen Zwecken genutzt. Beispielsweise findet ein- bis zweimal im Jahr die VHS-Veranstaltung "Der christlich-jüdische Dialog" statt und die "Konzertabende in der Alten Synagoge" bereichern mit ansprechender klassischer Musik die kulturelle Landschaft im Ort.

Weitere Informationen zu der Historie des Gebäudes sind in der Rubrik "Alte Synagoge" zu finden.